RVK-Forum

Donnerstag, 28. April 2016 | Verkehrshaus der Schweiz, Luzern

 

Das Krankenversicherungsgesetz (KVG) spricht dem Vertrauensarzt eine wichtige beratende Funktion zu, weshalb er besonders im Fokus der Öffentlichkeit steht. Denn schliesslich erteilt der Vertrauensarzt die Empfehlungen zur Kostenübernahme oder -ablehnung. In dieser Funktion wird er hinterfragt und kritisiert. Besonders, wenn er von der Krankenversicherung angestellt ist.

Nun geraten die Vertrauensärzte auch in den Fokus der Politik. Die Solothurner SP-Nationalrätin Bea Heim hat im Dezember 2014 beim Bundesrat einen politischen Vorstoss eingereicht. Neben der fehlenden Unabhängigkeit bemängelt sie, die Versicherten würden nicht gleich behandelt. Nationalrätin Heim fordert deshalb eine unabhängige, externe Beratungs- und Schlichtungsstelle sowie ein transparentes Entscheidungsverfahren mit verbindlichen Qualitätsanforderungen.

Ist die Kritik begründet? Stehen Vertrauensärzte der Leistungsabteilung der Krankenversicherer zu nahe?

Das RVK-Forum 2016 beleuchtete die Situation von verschiedenen Seiten. Namhafte Vertreter des Gesundheitswesens beurteilten die Rolle des vertrauensärztlichen Dienstes VAD aus verschiedenen Blickwinkeln. Zentral war unter anderem die Frage nach der Trennung des vertrauensärztlichen Dienstes vom Krankenversicherer. Rund 200 Fachleute aus dem Gesundheitswesen verfolgten die spannende Debatte.

 

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